Neubau und Reparatur: Kanufahren in der freien Natur, ist sicherlich
eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen, insbesondere dann,
wenn man in einem Holzcanadier über das Wasser gleitet. Die Fertigungstechniken im Holzbootsbau
erstrecken sich über Kraweelbeplankung, Leistenbauweise
und Formverleimen. Der technische Standart für Neubauten gilt natürlich auch für
Reparaturen. Repariert werden sowohl Holzboote als auch Kunstoffboote,
wobei der Aufwand bei Holzbooten mit höheren Kosten verbunden ist,
als das vergleichsweise Reparieren von Kunstoffbooten. Die Leistungen im Bereich Bootsreparaturen sind: |
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Holzkanadier in Leistenbauweise: Der Bootsrumpf besteht aus miteinander verleimten
Leisten. Die Leisten, werden an Ober- und Unterseite konkav und konvex
gefräßt, damit sie später über ein Mallspantengerüst
nahtlos miteinander verleimt werden können. Bevor der Bootsrumpf umgedreht und von seinen Mallspanten befreit wird,
kann eine Lage Gewebematten mit Epoxydharz auflamiert werden, was später
den Bootsrumpf schützt. Anschließend wird der Rumpf umgedreht und
von seine Mallspanten befreit, damit mit den Innenausbau begonnen werden
kann. Literaturhinweis: "Canoecraft, die Kunst ein Kanu zu bauen" von
Ted Moores & Merilyn Mohr. |
Die formverleimte Bauweise nach der Blockmethode:Bau der Form bzw. des Blocks (Kieloben). Auf einer waagerecht ausgerichteten Sperrholzplatte ( 20 mm Bootsbausperrholz),
werden zunächst die aus der Zeichnung abgenommenen und ausgesägten Mallspanten
und Stevenkonturen aufgestellt und fest auf der Sperrholzplatte montiert.
Die aufgestellten Mallspanten sollten ausreichend mit Löchern versehen sein, was zum Einen eine ausreichende Luftzirkulation beim späteren Vakuumpressen gewährleistet, zum Anderen sollten die Löcher so positioniert sein, daß ausreichende Aufnahmemöglichkeiten für die Schraubzwingen beim Anbringen der Blockleisten bestehen. Weiterhin ist zu beachten, daß die Mallspanten in geringeren Abständen,
als beim Bau eines Leistenkanadiers positioniert werden, da der Block
dem teilweise erheblichen Vakuumdruck standhalten muß. Da unser Kanadier
einen Innenkiel haben wird, muß ein Kielkasten in die Mallspanten im Kielbereich
eingelassen werden, was sich später in puncto Festigkeit positiv auswirken
wird. Es empfiehlt sich beim Verleimen der Leisten Epoxidharz mit Füllstoff
zu verwenden, da hiermit eine außerordentliche Endfestigkeit des Blocks
erreicht wird. Nach geplankter Arbeit beginnt der Akt des Strakens, des
Hobelns und des Schleifens, bis der Block bereit ist für die Endlackierung,
oder besser, für eine dünne Beschichtung mit Epoxidharz. Bau des Formverleimten Sperrholzrumpfes. Wir beginnen mit dem Verleimen der Steven und des Kiels, (falls Kiel
vorgesehen). Wir arbeiten uns nun von der Mitte zum Bug und zum Heck vor, indem die
Furnierstreifen spannungsfrei und nahtlos aneinander gefügt und mit Klammern
fixiert werden. Bevor nun die Aussenlage in Längsrichtung angepaßt wird, muß die zweite
Lage, nach Entfernen der Klammern ausgiebig gehobelt und geschliffen werden,
so daß keine Unebenheiten mehr sichtbar und ertastbar sind. Die Außenlage
wird horizontal angepaßt, wobei hier vom Schandeck aufwärts zum Kiel gearbeitet
wird. Mit dieser Technik besteht die Möglichkeit extrem leichte Boote zu bauen,
ohne auf das Holzambiente verzichten zu müssen. Mit der Blockmethode lassen
sich Boote in Serie bauen, was allerdings den Bootswerften vorbehalten
ist. Der Formverleimte Rumpf ist absolut Verrottungsfest, da das Epoxidharz
durch den hohen Vakuumdruck in die Holzporen gepresst wird, was das Holz
von innen her konserviert. Dem Privatmann sei von dieser Baumethode eher abzuraten, da sie erstens sehr kostenintensiv ist und zweitens einige Erfahrung im Bootsbau und im Umgang mit Furnieren und Harzen voraussetzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit eine Ausbauschale zu erwerben, die Sie dann ganz individuell nach Ihren persönlichen Vorstellungen ausbauen können. Bei Bedarf können wir sicherlich mit näheren Informationen dienen. AusbauschalenNeben Fertigbooten und Bausätzen, bieten wir Ausbauschalen in formverleimter Bauweise an. Die Schalen kommen ungeschliffen und unlackiert direkt vom Block und können dann, von Ihnen selbst, nach Ihren persönlichen Vorstellungen fertiggestellt werden. Die noch verbleibenden Arbeiten wären: Einbau von Balkwegern, Affensitzen,
Quer- holmen und Duchten, das Aufleimen der Außensteven, sowie sämtliche
Schleif-und Lackierarbeiten. Der Vorteil einer Ausbauschale liegt in der Möglichkeit des Trimmens,
damit später auch optimale Laufeigenschaften gewährleistet sind. Trimmen
kann man das Boot, indem die Duchten richtig positioniert werden, um eine
Bug-oder Hecklastigkeit des Bootes auszuschließen. Die Ausbauschalen bestehen aus drei mit Epoxidharz unter Vakuum verleimten
Furnier- lagen, wobei die Außenlage in Längsrichtung furniert wird. Die
beiden Innenlagen werden quer diagonal miteinander verleimt, was eine
hohe Festigkeit und einen verrottungsfesten Rumpf garantiert. Die Außenhautstärke
wird in zwei Varianten angeboten, in 6mm und in 4,8 mm. |
Bausätze:Nähere Informationen zu Bausätzen auf erhalten Sie auf Anfrage. |