HEIKAUS
Kanu-Service & Design

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Neubau und Reparatur:

Kanufahren in der freien Natur, ist sicherlich eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen, insbesondere dann, wenn man in einem Holzcanadier über das Wasser gleitet.
Unsere Zielsetzung ist es, traditionelle Kanubauweisen mit dem modernen Bootsbau zu verbinden, um ansehnliche Canadier, mit besten Laufeigenschaften zu entwickeln und herzustellen.
Auf Wunsch liefern wir auch komplette Bausätze für den ambitionierten Selbstbauer.

Die Fertigungstechniken im Holzbootsbau erstrecken sich über Kraweelbeplankung, Leistenbauweise und Formverleimen.
Die gleichen Entwürfe können auch in verschiedenen Kunstoffmaterialien wie GFK oder Aramid Laminaten hergestellt werden, wobei wir uns primär als Kanuwerkstatt für Holzboote verstehen. Das Spezialgebiet sind formverleimte Sperrholzkanurümpfe, die individuell nach Kundenwünschen ausgebaut werden.
Dabei wird der Rumpf nach der Blockmethode hergestellt, d.h. die einzelnen Furnierlagen werden Kieloben auf einem Negativblock, mit Epoxidharz unter Vakuumdruck verleimt.
Da hier die einzelnen Furnierlagen in Epoxidharz getränkt und unter hohem Druck auf- einander gepreßt werden, erhalten wir einen, in Punkto Festigkeit und Steifigkeit, be- stechenden Sperrholzrumpf, der zudem durch das tiefe Eindringen des Harzes absolut verrottungsfest ist. Die knapp 6 mm starke Außenhaut wird zusätzlich transparent mit Glasgewebe über- zogen, damit der warme Holzton und die Maserung des Furniers erhalten bleiben. Der Rumpf besteht aus drei Lagen Furnier, jeweils 1,8 mm stark. Die verwendeten Hölzer sind: Mahagoni, Abachi, Zeder, Spruce und Esche. Außer nach individuellen Kundenwünschen komplett gefertigten formverleimten Kanadiern und Seekajaks, können Sie auch Aubausschalen für den eigenen Ausbau bei uns erwerben.

Der technische Standart für Neubauten gilt natürlich auch für Reparaturen. Repariert werden sowohl Holzboote als auch Kunstoffboote, wobei der Aufwand bei Holzbooten mit höheren Kosten verbunden ist, als das vergleichsweise Reparieren von Kunstoffbooten.

Die Leistungen im Bereich Bootsreparaturen sind:
1. Ausbesserungsarbeiten an Bootsrümpfen (Holz, Kunstoff)
2. Umbauten nach Wunsch, inklusive Beratung (Holz, Kunstoff)
3. Lackierarbeiten (Teil-oder Komplettlackierungen)
4. Winterlager
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Holzkanadier in Leistenbauweise:

Der Bootsrumpf besteht aus miteinander verleimten Leisten. Die Leisten, werden an Ober- und Unterseite konkav und konvex gefräßt, damit sie später über ein Mallspantengerüst nahtlos miteinander verleimt werden können.
Die Leisten sind 6 mm stark, 20-30 mm breit und bestehen aus Western Red Cedar. Das Holz muß astrein, leicht und biegsam sein.
Die Länge der Leisten entspricht dem Bauvorhaben, sind aber in d.R. zwischen 4500 und ca. 5800 mm lang. (Überlängen auf Anfrage)
Der Leistenkanadier wird kieloben gebaut, das heißt, die einzelnen Leisten werden vom Schandeck in Richtung Kiel verlegt. Gearbeitet wird dabei beidseitig paralell, damit der entstehende Bootsrumpf während der Bauzeit sich nicht verzieht.
Ist der Rumpf mit den Leisten zugeplankt, wird er solange geschliffen und durchgestraakt, bis schließlich keine Leimreste und Beulen mehr sichtbar sind.

Bevor der Bootsrumpf umgedreht und von seinen Mallspanten befreit wird, kann eine Lage Gewebematten mit Epoxydharz auflamiert werden, was später den Bootsrumpf schützt. Anschließend wird der Rumpf umgedreht und von seine Mallspanten befreit, damit mit den Innenausbau begonnen werden kann.
Auch innen muß der Rumpf ausgiebig geschliffen werden, bevor Balkweger,Tragejoch, Decks und Duchten eingeleimt und montiert werden können. Ist der Innenausbau abgeschlossen, sind Schleifarbeiten und Lackierarbeiten an der Tagesordnung und der Stapellauf rückt in greifbare Nähe.
Spätestens jetzt zeigt sich ob genau und sorgfältig gearbeitet wurde. Falls Sie Interesse bekommen haben sollten, sich selbst einen Kanadier zu bauen, sprechen Sie mit uns , wir versorgen Sie mit nützlichen Tips und Material für ein erfolgreiches Bootsbauprojekt.

Literaturhinweis: "Canoecraft, die Kunst ein Kanu zu bauen" von Ted Moores & Merilyn Mohr.
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Die formverleimte Bauweise nach der Blockmethode:

Bau der Form bzw. des Blocks (Kieloben).
Um einen Formverleimten Bootsrumpf herzustellen, benötigen wir zunächst eine Positivform, über welche die einzelnen Furnierlagen des späteren Bootsrumpfes verleimt werden.
Der Bau des Blocks ist vergleichbar mit dem Bau eines Leistenkanadiers.

Auf einer waagerecht ausgerichteten Sperrholzplatte ( 20 mm Bootsbausperrholz), werden zunächst die aus der Zeichnung abgenommenen und ausgesägten Mallspanten und Stevenkonturen aufgestellt und fest auf der Sperrholzplatte montiert.
Dabei ist jedoch darauf zu achten, daß Blockleistenstärke, Aussenhautstärke sowie Blocksteven, Innen - und Außensteven in ihren Abmessungen in Abzug gebracht werden, um hinterher, einen wie auf dem Linienriß abgemaßten Kanadier zu erhalten.

Die aufgestellten Mallspanten sollten ausreichend mit Löchern versehen sein, was zum Einen eine ausreichende Luftzirkulation beim späteren Vakuumpressen gewährleistet, zum Anderen sollten die Löcher so positioniert sein, daß ausreichende Aufnahmemöglichkeiten für die Schraubzwingen beim Anbringen der Blockleisten bestehen.

Weiterhin ist zu beachten, daß die Mallspanten in geringeren Abständen, als beim Bau eines Leistenkanadiers positioniert werden, da der Block dem teilweise erheblichen Vakuumdruck standhalten muß. Da unser Kanadier einen Innenkiel haben wird, muß ein Kielkasten in die Mallspanten im Kielbereich eingelassen werden, was sich später in puncto Festigkeit positiv auswirken wird.
So besteht schließlich die Möglichkeit ein Boot mit oder ohne Innenkiel zu bauen. Nachdem Spantschmiegen und Sponung ermittelt und genaustens durchgestrakt wurden, kann mit dem Beplanken begonnen werden. Der Block wird Kieloben liegend vom Schandeck zum Kiel, auf beiden Seiten parallel zugeplankt.

Es empfiehlt sich beim Verleimen der Leisten Epoxidharz mit Füllstoff zu verwenden, da hiermit eine außerordentliche Endfestigkeit des Blocks erreicht wird. Nach geplankter Arbeit beginnt der Akt des Strakens, des Hobelns und des Schleifens, bis der Block bereit ist für die Endlackierung, oder besser, für eine dünne Beschichtung mit Epoxidharz.
Zum Schluß sollte der Block mit in regelmäßig gesetzten Bohrungen versehen werden, was zur besseren Luftzirkulation während des Vakuumpressens führt.

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Bau des Formverleimten Sperrholzrumpfes.

Wir beginnen mit dem Verleimen der Steven und des Kiels, (falls Kiel vorgesehen).
Steventeile und Kiel werden aneinander geschäftet, verleimt, auf den Block geschraubt und beigehobelt.
Bevor nun mit dem Anpassen der einzelnen Furnierlagen begonnen wird, muß die Kiel - und Stevensektion nochmals gelöst werden, um eine Plastikfolie unterzulegen, was ein späteres Verkleben von Block und Schale verhindert. Die erste Furnierlage besteht in unseren Falle aus Sipo-Mahagoni. Das Furnier wird in entsprechend gleichbreite Bahnen geschnitten und quer-diagonal über die Mitte des Bootsrumpfes mit Tackerklammern auf dem Block fixiert.

Wir arbeiten uns nun von der Mitte zum Bug und zum Heck vor, indem die Furnierstreifen spannungsfrei und nahtlos aneinander gefügt und mit Klammern fixiert werden.
Zum Anpassen der Furniere empfiehlt sich ein Taschenhobel und wer sich seiner handwerklichen Fertigkeiten sicher ist, kann in einem Arbeitsgang die Furniere direkt mit dem Kiel und dem Steven verleimen. Hier muß darauf geachtet werden, eine Stevenseite mit Leim auszusparen, denn sonst kann die fertige Schale nicht mehr vom Block gelöst werden.
Ebenso dürfen die Klammern nicht zu lang gewählt werden, um nicht ebenfalls vor dem gleichen Problem zu stehen, Schale und Block nicht mehr voneiander lösen zu können. Die zweite Furnierschicht besteht aus Abachi, und wird entgegengesetzt diagonal zur Vorherigen angepaßt.
Nach dem Anpassen müssen die Furniere durchnummeriert werden, bevor der erste Leimvorgang beginnt. Auf die erste Furnierlage wird nun Harz angegeben und die zweite Lage darauf mit Klammern befestigt. Anschließend wird über den ganzen Block ein Gummisack gezogen, der vorher schon genau angepaßt wurde. Der Gummisack wird am unteren Ende des Blocks abgedichtet, bevor die Vakuumpumpe an einem Stutzen unterhalb des Blocks angeschlossen wird. Je nach Harzeinstellung läuft die Pumpe zwischen 4 und maximal 6 Stunden, bis das Harz soweit ausgehärtet ist, daß die Pumpe abgeschaltet werden kann.

Bevor nun die Aussenlage in Längsrichtung angepaßt wird, muß die zweite Lage, nach Entfernen der Klammern ausgiebig gehobelt und geschliffen werden, so daß keine Unebenheiten mehr sichtbar und ertastbar sind. Die Außenlage wird horizontal angepaßt, wobei hier vom Schandeck aufwärts zum Kiel gearbeitet wird.
Es ist ratsam Schablonen für die ersten beiden Plankengänge anzufertigen, da die ersten beiden Planken von vorne nach achtern durchlaufen. Der Rumpf wird nun beidseitig parallel mit Furnierbahnen zugeplankt bis sich beide Seiten in der Mitte der Kiellinie treffen.
Die Furniere dürfen nicht auf Spannung verlegt werden, nur weil eine Fuge zu groß geraten ist. Das hätte zur Folge, daß sich Furniere beim Preßvorgang an einer Stelle übereinander schieben und an anderer Stelle Fugen entstehen, was sich für Optik und Festigkeit nachteilig auswirken würde.
Sind nun alle Furnierteile säuberlich aneinander gefügt, dann kann der letzte Preßvorgang beginnen. Wiederum wird Harz angegeben und die Furniere werden wohl positioniert in das Harz gedrückt und mit Klammern fixiert.
Anschließend den Gummisack überwerfen, abdichten und die Vakuumpumpe anwerfen. Nach abermals 4 - 6 Stunden Aushärtungs- zeit werden die Klammern entfernt und es kann mit dem Schleifen begonnen werden.
Schließlich wird der Rumpf entformt, auf einer Helling aufgestellt und ausgerichtet, um dann mit dem Innenausbau zu beginnen. Auf den Ausbau des Rumpfes möchte ich nicht näher eingehen, da hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind, jedoch sollten hier Überlegungen hinsichtlich des Trimms und der Holzauswahl angestellt werden.
Spätestens jetzt wird sicherlich klar, daß in einem Formverleimten Kanadier ein wesentlich höherer Arbeitsaufwand steckt, als vergleichbar im Bau eines Leistenkanadiers.

Mit dieser Technik besteht die Möglichkeit extrem leichte Boote zu bauen, ohne auf das Holzambiente verzichten zu müssen. Mit der Blockmethode lassen sich Boote in Serie bauen, was allerdings den Bootswerften vorbehalten ist. Der Formverleimte Rumpf ist absolut Verrottungsfest, da das Epoxidharz durch den hohen Vakuumdruck in die Holzporen gepresst wird, was das Holz von innen her konserviert.
Weiterhin kann sich der Rumpf nicht mehr verziehen, da er durch die quer zueinander verleimten Furniere in sich gesperrt wurde. Die durch die Kompositbauweise erlangte Festigkeit erübrigt einen Spantausbau, was natürlich Gewichtsersparnis bedeutet.

Dem Privatmann sei von dieser Baumethode eher abzuraten, da sie erstens sehr kostenintensiv ist und zweitens einige Erfahrung im Bootsbau und im Umgang mit Furnieren und Harzen voraussetzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit eine Ausbauschale zu erwerben, die Sie dann ganz individuell nach Ihren persönlichen Vorstellungen ausbauen können. Bei Bedarf können wir sicherlich mit näheren Informationen dienen.

Ausbauschalen

Neben Fertigbooten und Bausätzen, bieten wir Ausbauschalen in formverleimter Bauweise an. Die Schalen kommen ungeschliffen und unlackiert direkt vom Block und können dann, von Ihnen selbst, nach Ihren persönlichen Vorstellungen fertiggestellt werden.

Die noch verbleibenden Arbeiten wären: Einbau von Balkwegern, Affensitzen, Quer- holmen und Duchten, das Aufleimen der Außensteven, sowie sämtliche Schleif-und Lackierarbeiten.
Wem es hier an handwerklichem Geschick ein wenig fehlt, kann sich gewisse Bauabschnitte oder Einbauteile durch uns vorfertigen lassen. In jedem Fall stehen wir Ihnen, bei eventuellen Fragen mit Rat und Tat und einer kurzen Baubeschreibung bei Seite.

Der Vorteil einer Ausbauschale liegt in der Möglichkeit des Trimmens, damit später auch optimale Laufeigenschaften gewährleistet sind. Trimmen kann man das Boot, indem die Duchten richtig positioniert werden, um eine Bug-oder Hecklastigkeit des Bootes auszuschließen.
Weiterhin kann durch das Verbreitern oder Verschmälern des Bootsrumpfes, mit Hilfe der Querholme, im Vor-und Achterschiffbereich, die Assymetrie des Bootsrumpfes, in Stabilität und Laufeigenschaft, optimiert werden.

Die Ausbauschalen bestehen aus drei mit Epoxidharz unter Vakuum verleimten Furnier- lagen, wobei die Außenlage in Längsrichtung furniert wird. Die beiden Innenlagen werden quer diagonal miteinander verleimt, was eine hohe Festigkeit und einen verrottungsfesten Rumpf garantiert. Die Außenhautstärke wird in zwei Varianten angeboten, in 6mm und in 4,8 mm.
Die Preise für Ausbauschalen erhalten Sie auf Anfrage.

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Bausätze:

Nähere Informationen zu Bausätzen auf erhalten Sie auf Anfrage.

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